Kaffee
Mit Kaffeetrinken die Welt fairändern!

Er macht uns morgens munter und gehört längst zum „lifestyle“. Ob Café Latte, Espresso oder Cappuccino, sie alle sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Und im Supermarkt sind in den letzten Jahren die Kaffeepreise stetig gesunken, das versüßt uns auf den ersten Blick den Genuss unseres Lieblingsgetränks noch zusätzlich. Aber Moment mal … wie geht das eigentlich?
Ist Kaffeeanbau nicht aufwändige Handarbeit? Und stammt nicht der weitaus größte Teil der Weltkaffee-Ernte von Kleinbauern? Stimmt! Genau die hatten es in den letzten Jahren schwer, denn der Weltmarktpreis für die Bohnen deckte zeitweise nicht einmal die Produktionskosten - von einem Gewinn ganz zu schweigen. Der Faire Handel fördert den biologischen Anbau mit zusätzlichen Prämien. Die natürliche Mischkultur ohne chemischen Dünger, Pestizide und Wasserverschmutzung schont die Gesundheit der Landarbeiter/ innen und schützt die Umwelt. Für uns bedeutet der fair gehandelte Kaffee eine höhere Qualität, bessere Arbeitsbedingungen und damit mehr Genuss. Wir fordern: „Faire“ Standards sollen für den Handel mit ALLEN Agrarprodukten gelten!
Kaffee ist nach Erdöl der weltweit wichtigste Exportrohstoff. In 76 Anbauländern leben über 100 Millionen Menschen von seiner Produktion und Verarbeitung. Dort führen diese niedrigen Preise zu Armut und Hunger bei denjenigen, die vom Kaffeeanbau abhängig sind. Da Rohkaffee an der Börse gehandelt wird, unterliegt sein Preis nicht den Kosten der Produktion oder der Nachfrage, sondern der Marktmacht der Importeure und Großanbieter wie etwa Brasilien. Das bedeutet trotz monatelanger harter Arbeit einen stets unsicheren Verdienst für die Bäuer/innen und Landarbeiter/ innen. Sie sind jedoch, genau wie wir, auf ein berechenbares Einkommen angewiesen, denn damit kaufen sie Lebensmittel, die sie nicht selbst produzieren können und finanzieren den Schulbesuch ihrer Kinder.
Hier setzt der Faire Handel ein: Mit garantierten Mindestpreisen, die sich nicht an den Weltmarktpreis halten. Mit Prämien für soziale Projekte, z.B. den Bau von Schulen oder den Aufbau einer Gesundheitsstation. Mit langfristigen Abnahmeverträgen, die eine sichere Planung ermöglichen – gegen das Preisdumping von Lidl, Tchibo, Aldi und Co.
Was DU tun kannst !
- Motiviere deine Eltern und Verwandten, Kaffee aus Fairem Handel zu kaufen, den es im Weltladen aus vielen Ländern -
von Äthiopien bis Mexiko - gibt. Im Bioladen und Supermarkt erkennst du ihn am TransFair-Siegel.
- Setze dich dafür ein, dass an deiner Schule (im Jugendzentrum, in deinem Lieblingscafé, …) fair gehandelter Kaffee angeboten wird. Informationen zu Lieferanten und Preisen bekommst du im Weltladen.
Weitere Infos …
> www.brot-fuer-die-welt.org
> www.oxfam.de
> www.fair-feels-good.de
> www.oeko-fair.de
> www.cafe-cortadora.de
> www.cafe-libertad.de
> www.fau.org/kaffee
Städtekaffees:
> Darmstadt: www.cafe-mathilda.de
> Frankfurt: www.mainkaffee.org
> Marburg: www.elisabethkaffee.de
> Wiesbaden: www.nassau-affair.de



